Herstellung

Quarantänelagerung von Plasma

Trotz aller Vorschriften bleibt für Transfusionen von zellulären Blutbestandteilen und von Plasma ein Restrisiko bestehen. Diese ergibt sich u.a. aus dem diagnostischen Fenster. Gemeint ist die Zeit zwischen einer Infektion und dem Auftreten von nachweisbaren HIV- oder Hepatitis-Antikörpern. Diese Zeitspanne beträgt bis zu 6 Monaten. Spendet ein Infizierter in diesem Zeitraum Blut, kann die Infektion mit den verfügbaren Tests nicht nachgewiesen werden.

Bei der Quarantänelagerung wird deshalb das Plasma erst freigegeben und ausgeliefert, wenn auch die Wiederholungsspende nach 6 Monaten untersucht und freigegeben wurde.


Bisher sind mehr als 75% unserer Plasmapheresespender gegen Hepatitis A und Hepatitis B geimpft. Das Impfprogramm wird fortgesetzt. Damit verbesserte sich die Produktsicherheit beim Plasmapheresefrischplasma für Hepatitis A und B. 

 

Inline-Filtration Zellulärer Blutbestandteile

Die Leukozytendepletion von Erythrozyten- und Thrombozytenkonzentraten durch Inline-Filtration führt zu einer wesentlichen Qualitätsverbesserung zellulärer Blutzubereitungen im Vergleich zur bedside-Filtration.
Alle zellulären Präparate stehen als leukozytendepletierte Blutkomponenten zur Verfügung.

 

Bestrahlung

Durch die Bestrahlung mit einer Dosis von 30 Gy wird die Übertragung mitosefähiger immunkompetenter Lymphozyten stark vermindert.
Es stehen das Bestrahlte Erythrozytenkonzentrat Th-S und das Bestrahlte Thrombapheresekonzentrat Th-S zur Verfügung (beide leukozytendepletiert).

 

Eigenblutprogramm

Die sicherste Möglichkeit, eine Infektionsübertragung zu verhindern, ist die Eigenblutspende. Folgende Möglichkeiten bestehen:
  • Eigenblutentnahme im ITM Suhl als eine Eigenbluteinheit, bestehend aus Erythrozytenkonzentrat und gefrorenem Frischplasma, hergestellt aus einer Vollblutkonserve 500 ml.
  • Eigenblutentnahme durch Fachpersonal des Krankenhauses*, Auftrennung und Untersuchung der Blutkonserve im ITM Suhl.Eine Eigenbluteinheit besteht aus dem Erythrozytenkonzentrat und dem gefrorenem Frischplasma, hergestellt aus einer Vollblutkonserve 500 ml.
  • Eigenplasma, gewonnen durch maschinelle Plasmapherese.
*Wir bieten den interessierten Kliniken eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit an. Nach entsprechender Ausbildung im Institut für Transfusionsmedizin Suhl gGmbH wird den Ärzten und den Schwestern die eigenverantwortliche Abnahme in der Klinik auf der Grundlage der Herstellungserlaubnis des ITM Suhl eingeräumt. In die Kooperation werden auf Wunsch Spezialkliniken von außerhalb einbezogen.
© Institut für Transfusionsmedizin Suhl gGmbH