Medizinische Produkte

Als pharmazeutisches Unternehmen stellen wir Blutprodukte her und führen im Rahmen der Arzneimittelherstellung alle Schritte der Verarbeitung und Prüfung der Blutprodukte am Standort Suhl durch.

Neben der Spenden- und Produkttestung gehören zum Aufgabenspektrum des institutseigenen Labors alle immunhämatologischen Basis- und Referenzleistungen.

 

Nach der Spende wird das Blut im Labor untersucht. Zeitgleich wird die Vollblutspende in verschiedene Komponenten aufgeteilt. Daraus können zwei bis drei verschiedene Präparate gewonnen werden:

  • Erythrozyten-Konzentrate (Konzentrat aus roten Blutkörperchen), die den Sauerstofftransport im Blut regulieren. Erythrozytenkonzentrate werden z.B. bei einem plötzlichen Blutverlust bei einem Unfall, im Rahmen von Operationen oder bei Blutarmut (Anämie) eingesetzt.
  • Thrombozyten-Konzentrate (Blutplättchen): Bei einem großen Mangel an Blutplättchen besteht eine hohe Blutungsgefahr. Dieses Präparat kommt sehr häufig bei Krebskranken während einer Chemotherapie zum Einsatz.
  • Plasmapräparate enthalten Stoffe, die für die Gerinnung des Blutes wichtig sind und Abwehrstoffe gegen Infektionen. Ein Mensch braucht Blutplasma, wenn er plötzlich viel Blut verloren hat oder an starken Verbrennungen oder einer Vergiftung leidet. Ein weiteres Einsatzgebiet liegt bei Patientinnen und Patienten mit geschwächter Immunabwehr. Mit Hilfe des Plasmas kann der Körper Infektionen abwehren. Aber auch bei Menschen mit Blutgerinnungsstörungen, also bei der sogenannten Bluterkrankheit, werden Präparate auf Basis von Blutplasma benötigt. 
  • Für die Versorgung Ihrer Immunglobulin-A-Mangel-Patientinnen und -Patienten bieten wir Produkte von Spendern mit hereditärem IgA-Mangel:
    IgA-Mangel-Plasma
    Thrombopheresekonzentrat von IgA-Mangel-Spenderinnen und -Spendern
Spenderbeutel

Lieferung

24 Stunden erreichbar
24-Stunden-Lieferservice

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Blutbank garantieren schnell und zuverlässig die Bereitstellung der Blut- und Plasmakonserven. Der Transport zum Kunden erfolgt bundesweit mittels firmeneigener Logistik mit 24-Stunden-Lieferservice. Ein wichtiger Grundsatz ist, das Blut dorthin zu liefern, wo es gebraucht wird, um Menschen in Notsituationen schnellstmöglich helfen zu können.

 

Qualität und Sicherheit

Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Virussicherheit der Blutprodukte immer weiter zu verbessern. Da durch Blutkonserven Infektionskrankheiten übertragen werden können, untersuchen wir jede Blut- und Plasmaspende auf Anzeichen solcher Erkrankungen.

Dazu gehören z. B.:

  • Testungen auf Virus-Erkrankungen wie HIV, Hepatitis A-, B- und C-Viren, West-Nil-Virus sowie Syphilis-Erreger,
  • der Nachweis von Erbmaterial für HIV und auf Hepatitis A-, B- und C-Viren. 

 

Labortest

Die Zeit vom Beginn einer Infektion bis zu ihrer Nachweisbarkeit durch Laboruntersuchungen bezeichnet man als „Diagnostische Lücke“. Sie ist die Ursache für das bestehende Restrisiko einer Infektionsübertragung durch Bluttransfusionen, denn sie kann bis zu 4 Monate betragen. 

Fällt eine Blutspende in diesen Zeitraum, so kann die Infektion mit den verfügbaren Tests nicht nachgewiesen werden. 

Quarantänelagerung als Lösung: Während die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) nur 5 Wochen haltbar sind, kann Plasma tiefgefroren 2 Jahre gelagert werden. Dadurch besteht für Plasma die Möglichkeit, die „Diagnostische Lücke“ zu schließen. Bei der Quarantänelagerung wird das Plasma erst freigegeben und ausgeliefert, wenn alle Untersuchungen einer nachfolgenden Spende der gleichen Spenderin oder des gleichen Spenders nach 4 Monaten ebenfalls in Ordnung sind.

Sollte bei dieser nachfolgenden Spende jedoch ein auffälliger Befund auftreten, muss das Plasma der Spenderin oder des Spenders vernichtet werden.

Plasma wird also nur an Kliniken und andere Einrichtungen der Gesundheitspflege ausgegeben, wenn:

  • alle Untersuchungen der ersten Spende in Ordnung waren,
  • alle im Quarantänezeitraum von 4 Monaten erfolgten Spenden in Ordnung waren,
  • eine dieser nachfolgenden Spenden nach dem Ablauf der Quarantänefrist von 4 Monaten erfolgte.

 

Um das gespendete Blutplasma an Kliniken und andere Einrichtungen der Gesundheitspflege abgeben zu können, sind wir auf deine aktive Unterstützung angewiesen. Wir sind dir sehr dankbar, wenn du

  • 3- bis 4-mal im Jahr zur Vollblutspende bzw.
  • regelmäßig zur Plasmaspende kommst.

Nur so dürfen deine gespendeten und noch im Quarantänelager befindlichen Plasmen zur Verwendung freigegeben werden.

 

Aufklärung und Vorsorge minimieren Risiken.

Bisher sind mehr als 75% unserer Plasmapherese-Spenderinnen und -Spender gegen Hepatitis A und Hepatitis B geimpft und das Impfprogramm wird kontinuierlich fortgesetzt. Damit verbesserte sich die Produktsicherheit beim Plasmapherese-Frischplasma für Hepatitis A und B merklich.

Qualitätskontrolle
Neue Verfahren und Techniken

Die Leukozytendepletion von Erythrozyten- und Thrombozytenkonzentraten durch Inline-Filtration führt zu einer wesentlichen Qualitätsverbesserung zellulärer Blutzubereitungen im Vergleich zur bedside-Filtration. Daher stehen bei uns alle zellulären Präparate als leukozytendepletierte Blutkomponenten zur Verfügung.

Durch die Bestrahlung mit einer Dosis von 30 Gy wird zudem die Übertragung mitosefähiger immunkompetenter Lymphozyten stark vermindert. Wir haben das bestrahlte Erythrozytenkonzentrat Th-S und das bestrahlte Thrombapheresekonzentrat Th-S zur Verfügung. Beide Konzentrate sind selbstverständlich leukozytendepletiert.

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